Ungeliebt, verhasst und verflucht: Die Bewerbung

 

Ungeliebt, verhasst und verflucht: Die Bewerbung

Jobwechsel und Stellensuche. Bewerbungen schreiben müssen. Und eigentlich gibt es kein Entkommen. Fast alle fühlen sich überfordert. Ganz besonders, wenn es bei Dir darum geht, Selbstmarketing in eigener Sache zu machen. Aber mal ganz ehrlich – hier in Deutschland geht’s nicht ohne. Da hilft kein Strecken und kein Beben.

  1. Alles fängt mit einem guten Bewerbungsfoto an. Bist Du attraktiv? Schön! Damit lässt sich trotz allem nicht zwangsläufig der Hauptpreis gewinnen. Bist Du’s eher nicht? Alles gut! Vielleicht kommst Du auf einem wirklich guten Bewerbungsfoto 1000 mal besser rüber, als Du denkst – so wie Du es Dir in selbst den wildesten Träumen nicht vorstellst. Da habe ich schon echte Überraschungen erlebt.
    In jedem Falle gilt: Lass Dich top fotografieren. Von einem Fotografen, der sein Business und was von Bewerbungsfotografie versteht. Schau auf seine Homepage. Und sei verdammt kritisch bei der Auswahl, der Kleidung und dem Foto-Setting.
  2. Der digitale Lebenslauf ist auch nicht aus Pappe. Aber immerhin: Da ist ja jetzt schon ein tolles Bewerbungsfoto drauf.
    Muss nun der Lebenslauf auf eine Seite passen? Absoluter Quatsch, finde ich. Du willst bzw. MUSST ihn ja aussagekräftig, übersichtlich und transparent gestalten. Und er muss INFORMATIV sein, ohne Lücken. Und wenn Du welche hast, fülle sie kreativ aus. Einem Karrierecoach wie mir fällt dazu immer ne Menge ein!
  3. Und das digitale Anschreiben? Bitte nicht einfach einen Lange – gähn! -weiler, sondern ein echtes Motivationsanschreiben. Empfängerorientiert. Den Nutzen/die Vorteile für‘s Unternehmen betonend. Cool, klar und dynamisch.
    Empfängerorientiert bedeutet: Formulierungen benutzen, die Sie und Ihre/r als direkte Ansprache enthalten. Das spricht den Personalentscheider direkt und unmittelbar an.
    Und nutzenorientiert? Arbeite Deine Stärken (Alleinstellungsmerkmale) für die konkrete Stelle heraus. Und die Vorteile, die Du bietest. Sag damit dem Entscheider, dass Du genau die richtige Frau oder der richtige Mann für den Job bist.Viele erfolglose Bewerbungen zu schreiben frustriert echt. Und meine Erfahrung als Bewerbungscoach sagt: Es geht viel – und das noch wesentlich besser.

Drum mein Rat: Wenn Dir das hier alles zu lockerleichtundfluffig rüberkommt oder Du Dich bleischwer fühlst: Hol Dir professionelle Hilfe von aussen – bevor Du in den Brunnen fällst oder Bewerbungen unendlich werden. Ist gut investiertes Geld in Deine Zukunft.