Stresstest Jobinterview (Teil 2)

Du fühlst Dich hundsmiserabel. Schläfst nicht gut. Wachst mitten in der Nacht auf, kannst nicht mehr einschlafen, musst immer dran denken: Donnerstag 11:20 Uhr: Vorstellungsgespräch! Viele empfinden das Jobinterview wie eine Prüfungssituation, von der alles abhängt.

Die 1. gute Nachricht: Nervosität ist gut. Sie hält Dich wach und hochkonzentriert. Dein Gegenüber erwartet nicht, dass Du komplett relaxt bist. Und hilft Dir im Gespräch, dass Du Dich schnell sicher und selbstbewusst fühlst.

Die 2. gute Nachricht: Bist Du gut vorbereitet, hast Du schon viel gewonnen. Da hilft meine Vorbereitung und Deine gedankliche Vorarbeit. Der Anspannung vor dem Jobinterview wird die Spitze genommen.

Last but not least – Nicht vergessen: Man hat Dich ja eingeladen, weil man Deine Bewerbung ziemlich gut findet. Also: Du hast schon positiven Vertrauensvorschuss. Du bist interessant. Halte Dir das immer vor Augen.

Auch wenn es Problemzonen in Deinem Lebenslauf gibt. Und hier weitere wichtige Tipps für Dich!

1. Identifiziere vor dem Jobinterview alle Deine Schwachstellen im Lebenslauf. Deine Problemzonen. Hast Du Leichen im Keller? Grab Sie aus.
Heisst konkret: Überlege Dir eine positive Erklärung für z.B. eine längere Zeit der Arbeitslosigkeit. Nachdenken lohnt.

Hier einige Beispiele:

Verlagerung des Lebensmittelpunktes von Barcelona nach Stuttgart – Teilnahme an einer beruflichen Orientierungsmaßnahme bei der IHK – Studium von Fachliteratur zum Thema agiles Projektmanagement – Durchführung eines Bauprojektes, einschließlich Finanzierung und Koordination der Gewerke – Selbständigkeit als … – Familienmanagement – Pflege einer nahen Angehörigen – Reise nach Australien (Work and travel, Lernen der Sprache und Landesmentalität, interkultureller Austausch).

2. Schreib Dir Deine „Schwachpunkte“ auf und übe die Antwort auf heikle Fragen im Jobinterview vor dem Spiegel, dann vor einer Person Deines Vertrauens. Hier kannst Du Dir Feedback holen. Mach ein Video mit Deinem Smartphone.
Das gibt Sicherheit und Du musst keine bösen Überraschungen im Jobinterview fürchten.

Entscheidend ist: Wenn Du glaubwürdig und authentisch rüberkommst, verlieren die Schwächen in Deinem Lebenslauf ihre Bedeutung. Und letztlich zählt der Gesamteindruck, den Du hinterlässt.

Demnächst erscheint Stresstest Jobinterview (Teil 3)